Kinderbodentage September / Oktober 2026

Boden er(d)leben: Vier Kinderbodentage, vier Wege, eine gemeinsame Vision

Wie vielfältig ein Kinderbodentag sein kann, zeigen vier Bodener(d)leben-Veranstaltungen des Vereins VielfaltsVisionäre im Herbst 2026. Vom großen Familienfest mitten im Sonnenblumenfeld über einen landwirtschaftlichen Betrieb und ein schulisches Umweltprojekt bis zum kleinen, persönlichen Erlebnistag im NaturHerzGarten: Jedes Format war anders – und genau darin liegt die Stärke der VielfaltsVisionäre.

Denn Bodenbildung beginnt nicht erst im Klassenzimmer. Kinder können Boden riechen, fühlen, untersuchen, bepflanzen, mit Tieren erleben und verstehen, dass unser Boden die Grundlage für Lebensmittel, Biodiversität und unser Leben ist. Die Initiative für die Durchführung von Kinder- und Jugendbodentagen erfolgte 2024 von der Interessensgemeinschaft (IG) gesunder Boden in Regensburg. Der Verein VielfaltsVisionäre hat die Idee aufgegriffen und daraus verschiedene Er(d)leben-Formate etabliert.

Dabei geht es dem Verein um mehr als Wissensvermittlung: Ökologie und Ökonomie sollen gemeinsam gedacht werden. Nachhaltige Lösungen dürfen nicht nur ökologisch sinnvoll sein, sie müssen auch im Alltag, in der Landwirtschaft, in Bildungseinrichtungen und bei Veranstaltungen umsetzbar sein. Deshalb entwickelt der Verein Kinderbodentage nicht nach einem starren Muster, sondern gemeinsam mit den jeweiligen Veranstalter:innen.

 

Vier Veranstaltungen – vier unterschiedliche Möglichkeiten, Boden zu er(d)leben

 

🌻 13. September 2026 – Familienfest der Draufgänger im Sonnenblumenfeld in Wörth bei Gnas

Bodenbildung mitten im Sonnenblumenfeld: Rund 1.000 Besucher:innen feierten beim Familienfest der Draufgänger in Wörth bei Gnas. Mittendrin: das Vereinspräsidium der VielfaltsVisionäre mit dem Er(d)leben-Stand.

Regenwurmwissen, unser Samenrätsel und natürlich Waldemar & Wiesela, die rosa Regenwurmhelden, machten neugierig auf das Leben unter unseren Füßen. Gleichzeitig stellte der Verein seine neue Kooperation mit Seelenglanzschmuck – Christina Knittelfelder vor. Gemeinsam mit Kindern und Eltern wurde ausprobiert und evaluiert, welche Armbandvariante künftig dabei helfen soll, Bewusstsein für die unscheinbaren, aber unverzichtbaren Bodenlebewesen zu schaffen.

Für jedes teilnehmende Kind gab es außerdem ein Geschenk unseres Kooperationspartners SONNENTOR.

Dieser Auftritt war bewusst mehr als eine einzelne Station: Er war ein Teaser für den geplanten Kinderbodentag im Sommer 2027, der mitten im Sonnenblumenfeld stattfinden soll.

Das Format zeigt: Ein Kinderbodentag kann auch als niederschwelliger Erlebnis- und Informationsbereich in ein bestehendes Familienfest integriert werden und gleichzeitig der Auftakt für ein eigenes regionales Bildungsprojekt sein.

Tipp: Einen Video-Rückblick findest du auf unserem Instagram-Vereinsprofil.

🐔 25. September 2026 – Kinderbodentag am Betrieb der Familie Schweinzger in Labuttendorf

Wie hängen Hühner, Bäume, Bienen und gesunder Boden zusammen?

Dieser Frage gingen rund 170 Volksschüler:innen am Betrieb von Nina Schweinzger nach. Im Mittelpunkt stand die Baumpflanzaktion im Auslauf der Freilandhennen. Die Kinder erlebten dabei unmittelbar, wie Landwirtschaft, Tierhaltung, Biodiversität und Boden miteinander verbunden sind.

Nina Schweinzger brachte als erfahrene Gastgeberin von Hoffesten, Schule am Bauernhof und Green-Care-Projekten ihre umfangreiche Erfahrung in die Umsetzung ein und organisierte den Tag direkt vor Ort.

Die VielfaltsVisionäre konnten dabei ihre Erfahrungen und Impulse aus den bisherigen Kinderbodentagen einbringen und die Baumpflanzaktion gemeinsam mit Living Earth begleiten.

Mit einer Urkunde und einem Sponsorenbag ging für die Kinder auch eine bleibende Erinnerung an diesen besonderen Vormittag mit nach Hause.

Das Format zeigt: Wenn Veranstalter:innen bereits über einen geeigneten Betrieb, pädagogische Erfahrung und eigene Ressourcen verfügen, können die VielfaltsVisionäre flexibel ergänzen mit Know-how, pädagogischen Impulsen, Vernetzung und einzelnen Erlebnisstationen.

🌱 28. September 2026 – Bodener(d)lebnistag für Volksschulen in Kitzeck

Im Rahmen eines Umweltbildungsprojekts der KEM/KLAR! Sulmtal-Sausal im Schuljahr 2026/27 durften die VielfaltsVisionäre gemeinsam mit Projektverantwortlicher, Kommunikationsexpertin und Klimabildnerin Katharina Rucker einen Bodener(d)lebnistag für rund 60 Volksschüler:innen gestalten.

Mit zwei dritten Klassen der Volksschule Großklein sowie den Schüler:innen der ersten bis vierten Schulstufe der Volksschule Kitzeck wurde ein ganzer Vormittag dem Boden gewidmet:

Bodenleben – Bodengesundheit – Bodenpflege mit Huhn & Kuh – Bodentypen.

Dabei wurde der Boden nicht nur erklärt, sondern buchstäblich von zu Hause mitgebracht: Jedes Kind nahm einen eigenen Becher Erde mit und konnte diesen untersuchen und erleben. Zum Abschluss ging jedes Kind mit einem kleinen Stück lebendigen Bodenlebens nach Hause: Erdmikrobiom und Kressesamen wurden gemeinsam vorbereitet und durften dort weiterwachsen.

Unterstützt wurde der Projekttag durch Sachgaben unserer Kooperationspartner SONNENERDE und SONNENTOR.

Das Format zeigt: Kinderbodentage lassen sich hervorragend in bestehende Schul-, Klima- und Umweltbildungsprogramme integrieren. Die Inhalte können dabei an Altersstufe, Lehrplan, Projektschwerpunkt und regionale Gegebenheiten angepasst werden.

Danke Katharina Rucker für die schönen Fotos und den Nachbericht auf der Klimaschulseite.

🍎 4. Oktober 2026 – Kinderbodentag im NaturHerzGarten in Velden

Am Welttierschutztag wurde es im NaturHerzGarten am Köstenberg bewusst klein und persönlich. Hier stand nicht eine große Besucherzahl im Mittelpunkt, sondern das unmittelbare Erleben natürlicher Kreisläufe.

Rund um die Ernte wurde gemeinsam geschnippelt, verarbeitet, gegessen und gestaunt: Äpfel und Gurken wurden vorbereitet, die Apfelschalen und Teile der Pflanzenreste wanderten in den Bokashi-Eimer und wurden mit Effektiven Mikroorganismen besprüht.

Aus organischen Reststoffen kann so wertvoller Dünger entstehen und gleichzeitig Nahrung für die Bodenlebewesen im Garten.

Die Apfelstücke wurden zum Pausensnack, die Gurken wurden gemeinsam sauer eingelegt und eingekocht. Die fertigen Gläser durften die Kinder anschließend mit nach Hause nehmen.

Als Erinnerung gab es ein WUNDERSET von GAIAVIDA mit Bokashi-Pellets und Effektiven Mikroorganismen.

Das Format zeigt: Ein Kinderbodentag kann auch ganz klein, familiär und praxisorientiert stattfinden – mitten im Garten und mitten im natürlichen Kreislauf. Gerade dadurch wird Nachhaltigkeit für Kinder unmittelbar begreifbar: Was übrig bleibt, ist nicht automatisch Abfall. Es kann wieder zum Ausgangspunkt für neues Leben werden.

Kein Kinderbodentag von der Stange

Diese vier Veranstaltungen zeigen eindrucksvoll, wie unterschiedlich Kinderbodentage gestaltet werden können.

Mal steht der Regenwurm im Mittelpunkt, mal die Freilandhühner, die Biodiversitätshecke, die Bienen, das Erdmikrobiom, verschiedene Bodentypen oder der Kreislauf von der Ernte bis zum Bokashi.

Mal kommen 1.000 Menschen zu einem Familienfest, mal 170 Volksschulkinder auf einen Bauernhof, mal findet der Projekttag direkt in der Schule statt und mal erleben wenige Kinder die Zusammenhänge ganz unmittelbar im NaturHerzGarten.

 

Die Idee bleibt dieselbe – das Format darf sich verändern.

Die VielfaltsVisionäre bringen ihr Wissen, ihre Erfahrungen, pädagogische Konzepte und ein wachsendes Netzwerk ein und stimmen die Umsetzung auf die jeweiligen Bedürfnisse der Veranstalter:innen ab.

Denn genau darin verstehen wir unsere Aufgabe:

Wir bringen Boden, Menschen und Möglichkeiten zusammen.

 

Ökologie trifft Ökonomie

Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Verbindung von ökologischer Wirkung und wirtschaftlicher Umsetzbarkeit.

Nicht jede Schule braucht dasselbe Programm. Nicht jeder landwirtschaftliche Betrieb benötigt dieselbe Unterstützung. Und nicht jedes Familienfest kann einen eigenen Kinderbodentag veranstalten.

Deshalb denken wir in Baukasten statt Standardprogramm: Veranstalter:innen können vorhandene Ressourcen und Kompetenzen einbringen und gezielt jene Elemente ergänzen, die noch fehlen – von der pädagogischen Konzeption über Referent:innen und Erlebnisstationen bis hin zu Kooperationen, Sachspenden, Sponsoring und Öffentlichkeitsarbeit.

So entsteht aus vorhandenen Möglichkeiten etwas Neues.

Unternehmen können ihre Nachhaltigkeitsziele sichtbar und erlebbar machen. Landwirtschaftliche Betriebe öffnen ihre Türen und zeigen, wie Boden, Tiere und Lebensmittel zusammenhängen. Schulen verbinden Umweltbildung mit praktischem Tun. Gemeinden und Regionen können ihre Klima- und Biodiversitätsziele direkt mit Kindern und Familien erlebbar machen.

Und Kinder?

Sie dürfen entdecken, fragen, ausprobieren, selbst machen und verstehen, dass auch ihr Handeln etwas bewirken kann.

 

Vom Boden lernen heißt Zukunft gestalten

Die vergangenen Bodener(d)leben-Veranstaltungen haben einmal mehr gezeigt: Bodenbildung kann überall stattfinden – wenn Menschen bereit sind, gemeinsam neue Wege zu gehen.

Ein Samenrätsel auf einem Familienfest.
Ein Baum, den ein Kind selbst pflanzt.
Ein Becher Erde vom eigenen Garten.
Ein Regenwurm, der plötzlich zum Helden wird.
Eine Gurke, die vom Ernteprodukt zum Vorrat für den Winter wird.
Oder Mikroorganismen, die aus Küchenresten wieder wertvolle Nahrung für den Boden machen.

Aus kleinen Erlebnissen entstehen große Zusammenhänge.

Wir freuen uns auf weitere Menschen, Schulen, Kindergärten, landwirtschaftliche Betriebe, Gemeinden und Unternehmen, die gemeinsam mit uns Boden er(d)leben und damit einen gesunden Boden für unsere Zukunft schaffen möchten.

Denn wer den Boden begreift, versteht das Leben.

 

Bodener(d)leben mit den VielfaltsVisionären

 Ihr möchtet einen Kinderbodentag in eurer Schule, Gemeinde, auf eurem Betrieb oder bei einer Veranstaltung umsetzen?

Wir entwickeln das Format gemeinsam mit euch – individuell, praxisnah und passend zu euren Möglichkeiten und Zielen.

👉 Kinderbodentag anfragen und gemeinsam Zukunft er(d)leben.
Bei Interessen und Fragen gerne um Kontaktaufnahme: vielfaltsvisionaere@gmail.com

Kinderbodentag im Naturherzgarten

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